Rückblick: 35. Pantaenius-Immobilientagung in Hamburg

24.11.2025

Tatort: ​​Empire Riverside Hotel, Hamburg, 20. November 2025. 

Verdächtige: rund 250 Immobilienprofis. 

Hauptermittler: Kay Hildebrandt und Christina Hesse mit der Soko PIT25
 

Es war ein Tag, der alles hatte, was einen guten Krimi ausmacht: Spannung, überraschende Wendungen, Fachwissen und rechtliche Grauzonen für Immobilienverwalter.
Der Schauplatz: die 35. Pantaenius-Immobilientagung in Hamburg.
Das Motiv: Wissen, Networking und ein Schuss Nervenkitzel.

Die Verbündeten: Rund 25 Unternehmen in der Fachausstellung, die den Tatort zum vielseitigen Schauplatz für neue und innovative Produkte und Dienstleistungen machten.

Juristische Spurensicherung

Noch bevor die Spurensicherung ihre Arbeit aufnehmen konnte, hatte Prof. Dr. Florian Jacoby bereits die Aufmerksamkeit aller auf sich gezogen. Sein Vortrag „Beschluss über die Kostenverteilung nach § 16 Abs. 2 WEG – ist jetzt alles möglich?“ war ein präziser juristischer Tatbericht. Mit messerscharfer Analyse zeigte Jacoby auf, dass zwar viel möglich scheint – aber ohne klare Beweise (sprich: Beschlusskompetenz) so mancher noch im Paragrafen-Nebel tappt. 

Die nächste Akte eröffnete Prof. Dr. Martin Häublein. In „Die erneute Ausweitung der Mietpreisbremse als Teil des Problems“. Warum das gutgemeinte Gesetz selbst zur Problemquelle geworden ist, erklärte er mit der Präzision eines forensischen Juristen.


Zukunft der Immobilienverwaltung

Sylvia Pruß, Präsidentin des VDIV Deutschland e. V., erklärte den Schaulustigen in ihrem Grußwort „Künftige Herausforderungen für Immobilienverwaltungen“, dass Struktur, Fachwissen und Digitalisierung die entscheidenden Indizien sind, wenn es um die Zukunftsfähigkeit der Branche geht.

Es folgte Martin Kaßler, Geschäftsführer des VDIV Deutschland. Er machte anschließend klar, dass auch die IT-Kosten kein ungelöstes Rätsel bleiben dürfen. In seinem Vortrag „Worauf es jetzt ankommt: IT-Kosten im Verwaltungsunternehmen“ entschlüsselte er, wie Digitalisierung und Wirtschaftlichkeit in Balance gebracht werden können – ohne böse Überraschungen auf der letzten Rechnung.

 

Ermittelnde im Doppelpack

Im Doppelinterview traten Sabine Angerer-Gayer und Dr. Jan-Hendrik Schmidt als eingespieltes Ermittlerduo auf. Ihr Thema: „WEG-Darlehen: Zwischen Paragrafen-Dschungel und Praxis-Spagat“. Den Fall griffen sie aus zwei Perspektiven auf – juristisch und praktisch. Sie führten das Publikum durch ein Ermittlungsverfahren, das anspruchsvoll war, aber lösbar blieb. Voraussetzung: Verwaltung und Recht müssen Hand in Hand arbeiten. 

 

BGH im Kreuzverhör
Wenig später traten die Professoren Häublein und Jacoby erstmals gemeinsam auf der Bühne auf. In „Aktuelles vom BGH im Dialog“ entlarvten sie die neuesten Urteile als Fälle voller juristischer Fallstricke, erklärten sie aber so anschaulich, dass selbst Paragrafenmuffel unter den Immobilienverwaltern Beweismittel sahen, wo vorher nur Aktenberge lagen.

 

Führung mit Weitblick

Den vorläufigen Abschluss des Fachprogramms bildete Martin Kaßler – diesmal mit „Management im Wandel: Die neue Rolle von Führungskräften“. Seine Botschaft: In Zeiten des Umbruchs braucht es Führungskräfte, die mehr als nur Strukturen verwalten – nämlich, die Orientierung geben, Vertrauen schaffen und manchmal auch Tatorte aufräumen, die sie gar nicht selbst verursacht haben.


Ermittlungen als Nachmittagss(ch)nack

Zwischen Akten und Aperitifs öffnen schließlich Dr. Jan-Hendrik Schmidt, Carsten Küttner und Barry Sankol die WEG-Küche. Sie servierten zu ihrem „Nachmittagss(n)chack“ eine Mischung aus „Schwer Verdaulichem und Leichter Kost“. Juristische Delikatessen, pointenreich garniert und mit einer Prise Humor abgeschmeckt – ein echter Genuss für den Kopf.

 

Der Profiler betritt die Bühne

Als die Dämmerung über Hamburg hereinbrach, betrat er den Saal: Sebastian Fitzek. Mit Auszügen aus seinem Psychothriller „Der Nachbar“ verwandelte er die Bühne in ein literarisches Verhörzimmer. Sein Auftritt war mehr als eine Lesung, sondern sehr unterhaltsam und die Zeit verging wie im Fluge. Ganz so, wie man es sich bei einer Eigentümerversammlung wünscht.

 

Ausklang mit Aussicht

Zum Abschluss wurde das Setting geändert: Von der Spannung zur Entspannung. Wein- und Bier-Lounge und Büchersignierung mit dem Autor Sebastian Fitzek im Foyer. Für alle, die den Tatort lieber verlassen wollten, um den herrlichen Ausblick auf die Elbe im Empire Riverside Hotel zu genießen, gab es Getränke in der 20up Bar. 
Bei guten Gesprächen, neuen Kontakten und der Erkenntnis, dass gute Verwaltungskultur und spannende Geschichten oft ganz nah beieinander liegen.

 

Ohne ihre tatkräftige Unterstützung wäre die Spurensuche nur halb so erfolgreich gewesen: Ein besonderer Dank gilt unseren Partnern DOMUS, getigy und ista für das diesjährige Sponsoring.

Wir möchten uns bei allen Teilnehmern bedanken, die zum Erfolg dieser Veranstaltung beigetragen haben und freuen uns schon aufs nächste Jahr!

Die nächste Pantaenius Immobilientagung findet am 19. November 2026 statt – und die Tickets sind sehr begehrt. Frühes Anmelden lohnt sich immer!

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